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„Wir schaffen einen echten Mehrwert für die Nutzer.“

Interview mit Pedram Ghanfili, Head of Webpublishing des Schweizerischen Bundesamts für Statistik (BFS), und Projektmanagerin Fabienne Mast, (baeriswyl tschanz & partner ag), über die grösste Schweizer Behördenwebsite und das Migrationsprojekt NUX. Das Interview führten Heike Krause und Dr. Andreas Zamperoni.

HEIKE KRAUSE: Hallo Fabienne, hallo Pedram! Wir haben uns für dieses Interview auf das „Du“ geeinigt. Vielen Dank, dass ihr euch für die .public Zeit genommen habt, um uns über den Webauftritt und Euer aktuelles Migrationsprojekt NUX Auskunft zu geben. Fangen wir aber erst einmal im Heute an. Wie stark wird der Webauftritt des BFS genutzt? Wer nutzt ihn? Wofür wird er prinzipiell genutzt?


PEDRAM GHANFILI: Die Website ist das Hauptinstrument für die Verbreitung statistischer Ergebnisse und Informationen. Sie ist heute für alle Schweizerinnen und Schweizer gedacht, für Bürger, Forscher, Journalisten, Entscheidungsträger, Unternehmen sowie internationale Organisationen und NGOs. Die Website ist momentan im Bundesumfeld die größte und komplexeste. Wir haben etwa 10.000 statische Seiten (in 4 Sprachen) und rund 23.500 dynamische Seiten. Diese Seiten greifen über die Web Service Plattform (WSP) auf über 190.000 im Digital Asset Management (DAM) gespeicherte und veröffentlichte sogenannte Assets zu und machen diese zugänglich. Dazu zählen digital verfügbare, herunterladbare Publikationen (PDF),
Tabellen, Cubes, Infografiken, Diagramme, Karten, themenspezifische Seiten sowie interaktive und visuelle Angebote und Metadaten. Im Jahr 2023 hatten wir mehr als 16 Millionen Page Views und über
8 Millionen Downloads von Assets. 

HKR: Was sind das für Assets? Warum würde beispielsweise deine Mutter die Seiten besuchen? Anders gefragt: Welche Informationen oder Statistiken bekomme ich als Bürgerin der Schweiz? Und verwendet
Ihr besondere Formate zur Vermittlung der Statistiken?


PGH: Als Bürger interessiert es dich zum Beispiel, wie groß die Bevölkerung in deinem Land ist. Ob sie schrumpft oder wächst und wenn ja, um wieviel. Oder du möchtest wissen, welche Unterschiede es zwischen den Geschlechtern auf dem Arbeitsmarkt gibt. Dazu haben wir kürzlich ein Scrollytelling über die „Gleichstellung von Mann und Frau“ erstellt, wo du zahlreiche Fakten präsentiert bekommst, etwa die Unterschiede über die Arbeitspensen (siehe Abbildung 1). Aber dazu gibt es auch fundierte Daten für Fachpersonen, zum Beispiel aus der Forschung. Scrollytelling verwenden wir für Fokusthemen. Es ist ein spezielles Produkt, das sich an spezielle Zielgruppen richtet, die schnell etwas anschauen und Informationen in kurzer Zeit und visuell haben möchten. Die Idee hinter einem Scrollytelling ist, einige Zahlen, Infografiken
und Visualisierungen in eine Story zu packen. So können wir Leute animieren, über das Thema sprechen – und das funktioniert! Diese Erfahrung konnte ich bei einer internationalen Konferenz machen, auf der ich über Scrollytelling gesprochen habe. Eines der zahlreichen positiven Feedbacks war: „Es ist schön zu scrollen, to
get the data in a cool way, in an easy way, fast!
“ Die am meisten besuchten Seiten sind, abgesehen von der Homepage und den Medienmitteilungen, der statistische Lohnrechner, der Landesindex der Konsumentenpreise (weist die Inflation aus), Volksabstimmungen und Wahlen oder Bevölkerungsstatistiken wie die Vornamenstatistik von Neugeborenen. Während der Covid-Pandemie stieß natürlich auch das Mortalitätsmonitoring (MOMO) auf reges Interesse.

 

DR. ANDREAS ZAMPERONI: 10.000 Seiten ist erst einmal eine Zahl. Wo genau steckt die größte Komplexität oder die größte Herausforderung im Managen dieser Website?

PGH: Bei so vielen Inhalten ist es sehr kompliziert für die Benutzer, gewünschte Informationen durch die Suchfunktion zu finden. Entweder finden sie die gewünschten Informationen nicht, oder diese werden
nicht auf klare und einfache Weise präsentiert. Sie müssten eigentlich die Sitemap und die Struktur der Website kennen, was bei Occasional Visitors aber nicht der Fall ist. Insgesamt werden pro Jahr 8.000 neue
Seiten produziert oder aktualisiert. Diese Komplexität zeigt, welchen immensen Herausforderungen wir uns stellen müssen, damit die Kohärenz und Qualität der Inhalte gewährleistet sind. Wir verfügen über 160 Redakteurinnen und Redakteure, die Content beitragen. Sie müssen wir schulen und ihnen täglich Unterstützung bieten. Diese Mitarbeiter kommen nicht unbedingt aus dem Web-Bereich. Sie haben keine
UX-Kenntnisse, und häufig machen die redaktionellen Tätigkeiten für das Web nur einen kleinen Teil ihrer Arbeitszeit aus. Jede hat einen anderen, wissenschaftlichen Hintergrund, deshalb ist der Inhalt der diversen
Themen oft sehr unterschiedlich, sei es in der Art des Textes oder der Struktur.

Interviewpartner

Autor_Fabienne Mast (002)

Fabienne Mast

FABIENNE MAST ist als Projektmangerin der baeriswyl tschanz & partner ag seit jeher in der Digitalbranche in der Geschäftsführung, Beratung und Projektleitung unterwegs. Sie hat sich die Liebe zur Agenturwelt zu eigen gemacht und viele unterschiedliche Unternehmen beraten. Im Rahmen des neuen Projekts des BFS wurde sie als Business Analystin mit der Erstellung der Studie sowie der Gesamtprojektleitung mandatiert.

Autor_Pedram Ghanfili (002)

Pedram Ghanfili

PEDRAM GHANFILI arbeitet seit acht Jahren als Leiter Webpublishing beim BFS und leitet ein Team
von zehn Personen. Parallel dazu führt er seit über einem Jahrzehnt eine eigene Webagentur, die auf
Website-Entwicklung, Branding und digitale Kommunikation spezialisiert ist. Seine große Leidenschaft ist, effektive und wirkungsvolle digitale Lösungen zu schaffen.

 

„Scrollytelling“ ist eine Methode des digitalen Erzählens, bei der interaktive und multimediale Elemente nahtlos in den Erzählfluss eingebunden werden, während der Benutzer durch die Seite scrollt. Dabei können Texte, Bilder, Videos, Animationen und Datenvisualisierungen dynamisch erscheinen und verschwinden, was eine immersive und fesselnde Erzählung ermöglicht. Diese Technik wird häufig im digitalen Journalismus und Marketing eingesetzt, um komplexe Geschichten auf eine ansprechende und leicht verständliche Weise zu präsentieren.1

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Abbildung 1: Screenshot des Scrollytellings zur Gleichstellung von Mann und Frau

AZA: Du hast uns erzählt, dass die Inhalte schon fertig angeliefert werden. Die Website präsentiert diese Ergebnisse, das heißt, die Analysen wurden bereits gemacht und das Ergebnis liegt schon vor. Gibt es auf der Website selbst auch Dynamik, das heißt, dass bei Anfragen dynamische Ergebnisse generiert werden, oder ist alles nur „vorgefertigt“?

PGH: Nein, es gibt auch STAT-TAB. STAT-TAB ist die interaktive Datenbank des BFS, die detaillierte Statistikdaten enthält und eine einfache individuelle Datenabfrage ermöglicht (siehe Abbildung 2).

 

AZA: Erzähl’ uns bitte von deinem aktuellen Vorhaben, der „Neue User Experience“ (NUX). Welche Ziele verfolgt sie und wie fügt sie sich in das Vorhaben „Neue Software für die Internetauftritte des Bundes“des Schweizer Bundesrats ein?

PGH: Wir müssen unsere Website, unser Content Management System (CMS), migrieren. Das war eine Entscheidung des Bundesrates vom 16. März 2018. Demnach müssen die IKT-Leistungen von Webauftritten
konsolidiert und zentral geführt werden.5 Das Ziel ist nicht nur die Einführung eines einheitlichen Softwareprodukts, sondern die Zentralisierung und Konsolidierung der Webinhalte auf einer gemeinsamen
Plattform. Diese beinhaltet die Bereitstellung eines sogenannten Standarddienstes, der eine über die Grenzen der Ämter hinweg nutzbare, gemeinsame Datenbank für Webinhalte schafft. Dies ermöglicht eine stärkere Nutzung von Synergien bei der Verwaltung und Bereitstellung von Inhalten sowie eine verbesserte, ämterübergreifende Suchfunktion. Darüber hinaus wird die Veröffentlichung von Inhalten auf verschiedenen Kanälen – darunter Social Media und Apps – vereinheitlicht und vereinfacht. Gleichzeitig trägt die Standardisierung zur Erhöhung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes bei.

FABIENNE MAST: Alle Ämter sind verpflichtet, ihre Websites innerhalb von drei Jahren in das Bundes-CMS zu integrieren. Das wird durch ein spezielles Programm finanziert, das im Rahmen der Projektdauer
Erweiterungen am Standarddienst priorisiert.

PGH: Allerdings ist der Standarddienst „Web“ zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht so weit entwickelt, dass er die Komplexität und notwendigen Funktionen der BFS-Website abdeckt. Deshalb haben wir zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, um zu analysieren, welche Migrationsvariante für uns möglich ist und welchen Weg wir gehen. Unser Ziel ist und bleibt „User first“. Das heißt, nicht nur eine Migration, sondern auch die Optimierung der Inhalte und der User Experience für unsere Zielgruppen.

In STAT-TAB3 werden die vorhandenen Daten in 19 verschiedenen Themenbereichen angeboten, in Form von sogenannten mehrdimensionalen Datenwürfeln („Cubes“). Die Wahl eines Datenwürfels erfolgt entweder direkt in der Applikation oder über eine Filtersuche. Jeder Datenwürfel kombiniert mehrere Dimensionen (Variablen). Mit der Selektion der gewünschten Variablen/Werte wird eine Online-Tabelle erzeugt, die neben den ausgewählten Daten auch Metadaten und Erläuterungen enthält. Diese Tabelle kann entweder in STAT-TAB weiterbearbeitet
oder in ein übliches Dateiformat exportiert und dann lokal weiterverarbeitet werden.

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Abbildung 2: Beispiel für eine Filterabfrage bei STAT-TAB

AZA: Sind das nicht zwei gegensätzliche Ziele? Einmal, die User Experience zu verbessern und einmal die Standardisierung über die bereitgestellten Bausteine des Bundes-CMS? Wie passt das zusammen?

FMA: Wir versuchen, das Beste aus beiden Welten zusammenzubringen. Bezüglich der Standardisierung ist die Entscheidung gefallen: Die aktuelle Website wird in eine Amtswebsite und ein Statistikportal aufgeteilt, wobei Erstere auf den Standarddienst migriert wird. Das Statistikportal wird künftig in einem eigenen, unabhängigen CMS laufen. Die aktuelle Website beherbergt eine enorme Menge an Inhalten. Dies wirkt unübersichtlich, relevante Inhalte sind nicht priorisiert. Da sich die Zielgruppen der beiden Webseiten überlappen, aber nicht gleich sind, macht es aus Nutzersicht Sinn, die Inhalte aufzuteilen.
Aus technischer Perspektive ist diese Aufteilung ebenfalls vorteilhaft, da der Standarddienst neben der technischen Standardisierung auch Synergien zwischen den Ämtern fördert, wie etwa eine bundesweite Suche. Inhalte wie Amtsinformationen können in verschiedenen Containern gemeinsam verwendet werden. Gleichzeitig wird das gesamte Statistikthema separat behandelt, um es speziell für die
Nutzer zu optimieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Durch den Einsatz einer kundenspezifischen Fachapplikation bleibt die Möglichkeit bestehen, äußerst flexibel und agil auf die Bedürfnisse unserer Nutzer einzugehen.

PGH: In unserem Fall bestimmt nicht die Lösung den Zeitplan, sondern die vorgegebene Deadline. Wir müssen bis Mitte/Ende 2026 migriert haben, was wenig Zeit ist – deshalb arbeiten wir iterativ. That is part of the project: to really do a good planning.

 

AZA: Ich finde das eine sehr elegante oder sehr typische Behördenlösung. Man macht die Konzession an das übergeordnete Departement, das den Standard möchte. „Wir haben hier etwas für euch ausgewählt, und ihr müsst es alle nehmen.“ Aber ihr sagt: „Nein, wir sind anders. Wir brauchen mehr und machen einen Kompromiss. Wir machen das, was ihr wollt, aber wir machen auch das, was wir wollen und können das auch begründen.“

FMA: Das stimmt. Man könnte sich denken, dass dies der einfachste Weg ist – ist es aber nicht. Viele Komponenten sind unklar, vieles muss (neu) definiert werden. Wir stehen am Anfang der Konzeptphase und die Detaillösung entsteht erst noch. Beispielsweise müssen wir herausfinden, was die Nutzer und Nutzerinnen sich auf der Amtswebsite wünschen und was im Statistikportal. Gibt es gar Inhalte, die auf beiden Plattformen sein müssen? Deshalb erarbeiten wir ein User-Experience- sowie ein Zielgruppenkonzept und befragen dabei Nutzer und Nutzerinnen. Das heißt, die Entscheidung, dass wir trennen, ist gefallen, aber wie und wo genau, ist im Moment noch offen.

 

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AZA: Wie viel Einfluss hat das BFS auf das Bundes-CMS und den Standarddienst?

PGH: Wir haben sicher Einfluss, weil wir einen großen und eher speziellen digitalen Auftritt haben im Behörden-Web, aber auch, weil wir einen internationalen Kontext haben.

FMA: Trotzdem ist das BFS letztlich ein Amt von vielen. Alles, was für den „Core“ relevant ist und wirklich die Basis des Systems betrifft, wird nicht verändert. Wenn wir sagen, dass wir dies und jenes brauchen, erfordert das eine Verhandlung und einen Austausch im Verbund der Ämter. „Braucht es das für alle oder braucht es nur das BFS?“ Falls es nur das BFS braucht, ist es etwas, was als explizite Komponente für das BFS entwickelt werden muss – oder eben auch nicht. Das entscheidet schlussendlich die Bundeskanzlei, die für den Standarddienst verantwortlich ist.

HKR: Du hattest eben auch die „Experimentelle Statistik“ erwähnt. Was ist das?

PGH: Experimentelle Statistiken werden anhand neuer, experimenteller Methoden und/oder Datenquellen produziert und leisten damit einen Beitrag sowohl zur Dateninnovationsstrategie des BFS als auch zum statistischen Mehrjahresprogramm des Bundes.6 Sie bilden aber keine offiziellen Statistiken ab. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Zugang und Kommunikation zu einem spezifischen Thema klarer und einfacher gestalten wollten. Wenn diese Informationen auf der Hauptseite verfügbar gewesen wären, hätte dies zu Verwirrung führen können und der Zugriff wäre nicht so einfach gewesen.

AZA: Wo steht das Projekt in der Migration, vom Start bis zum Zeitpunkt, an dem es beendet sein soll? Müsst ihr auch eine Content-Migration machen?

PGH: Ende 2024 hat die Konzeptphase gestartet. Im Frühling 2025 beginnt die Realisierungsphase, gefolgt von der Einführungsphase im Frühling 2026. Das Go-Live ist für Mitte bis Ende 2026 zwingend. Der Projektabschluss ist für den Sommer 2027 geplant.

Für den Amtsteil müssen wir die Inhalte in das Bundes-CMS migrieren. Das ist aber technisch auch einfacher und simpler. Die größte Herausforderung für diese Website besteht darin, die Inhalte und die Struktur neu zu definieren. Dafür ist es unerlässlich, die Zielgruppen sowie die Informationsarchitektur klar zu definieren,
um die Inhalte und die Navigation entsprechend zu optimieren. Die Daten im Statistikteil verbleiben auf ihrer eigenen zentralisierten Webservice-Plattform, einem sogenannten DAM (Digital-Asset-Management).7 Dort sind die Assets mit allen Metadaten drin. Jede Grafik, jedes Bild wird dort gespeichert, jeder YouTube-Link.
Das sind über 200.000 publizierte Daten, die bereits an das aktuelle Portal angeschlossen sind und dann an das neue Statistikportal angeschlossen werden. Für die Statistik-Website ist noch zu klären, ob eine Migration stattfinden wird und inwieweit wir die Inhalte überarbeiten können. Hier ist die Situation deutlich komplexer, und wir müssen wichtige Entscheidungen treffen, um die Deadline einhalten zu können.

 

AZA: Wie sieht das mit dem Datenschutz aus?

FMA: Alles, was ins BFS-Web kommt, wurde vorher durch das BFS aufbereitet, geprüft und wird dann veröffentlicht. Unsere Webseite erhält nur die Informationen, die publizierbar sind.

AZA: Ist ein Teil deines Verantwortungsbereichs, Pedram, die Inhalte zu harmonisieren oder zu homogenisieren?

FMA: Ja, das gehört zu unserem Verantwortungsbereich, aber es ist ein langer und komplexer Prozess. Wir möchten das NUX-Projekt nutzen, um diesen Aspekt deutlich zu verbessern. Derzeit arbeiten wir mit technischen und redaktionellen Guidelines für das Webpublishing, bieten Schulungen für die Redakteure an und unterstützen sie mit einem 5-Tage-die-Woche-Support. Zusätzlich haben wir ein Workflow-System vor der Veröffentlichung, um die Qualität der Inhalte zu überprüfen, bevor sie online gehen. Wir organisieren auch regelmässig Workshops (Community of Practice), in denen wir alle Themen diskutieren, um unser Webangebot zu optimieren. Die 160 Redakteurinnen und Redakteure kommen aus den verschiedensten
Abteilungen. Sie sind sehr heterogen und wie sie die Assets, Publikationen und schlussendlich Webinhalte aufbereiten und kontrollieren, ist sehr unterschiedlich. Sie publizieren unterschiedlich viel Informationen
in unterschiedlichen Frequenzen. Für die einen ist das Web nicht so wichtig, sie machen dort weniger, andere haben viel mehr Publikationsmaterial und -bedarf. Sie kommunizieren auch verschieden. Es gibt die Leute, die einfach für „das Volk“ schreiben, und andere verfassen Universitätstexte.

AZA: Wo seht ihr zusammenfassend die größten Herausforderungen für die Zukunft der BFS-Websites?

FMA: Wie schaffen wir es, den Nutzer ins Zentrum zu stellen? Wie bekommen wir die Inhalte zu den Zielgruppen? Wie bereitet man die Inhalte auf, damit die Informationen verständlich sind? Das sind die Herausforderungen. Wie kommen die Daten zu den jungen Leuten, die am Gymnasium sind? Suchen die überhaupt noch im Internet oder gehen sie nur noch auf TikTok? Was muss das BFS in Zukunft tun, damit die Zielgruppen noch erreicht und diese Informationen und Inhalte zielgruppengerecht aufbereitet werden können?

HKR: Abschließend: Was kann die (CMS-)Welt von eurem so großen user-orientierten Migrationsprojekt lernen? Was würdet ihr unseren Lesern weitergeben?

PGH: Es ist das Setting: to think from the user perspective. Not to start something you think it’s important. Think about the end user first.

FMA: Das BFS wurde eigentlich aus technischen Gründen zur Migration verpflichtet. Und wir nehmen das jetzt als Chance, Verbesserungen für den Endnutzer zu erzielen!

 

HKR: Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns all
diese Fragen so anschaulich zu beantworten